Bis zum 17.Jh. wurde die Provinz Pommern von eingeborenen Herzögen regiert. Bis zum 12.Jh. allerdings in Abhängigkeit von Polen. Später dann wurde es durch Brandenburg und ein Teil von Schweden besetzt. Die Pommern nahmen den lutherischen Glauben die deutsche Kultur an. Mehr und mehr Deutsche siedelten sich an, und die Pomoranen (wie die Obodriten in Mecklenburg) wurden assimiliert, sprachen deutsch. Anfang des 16.Jh. wurde Pommern von Schweden annektiert. Im darauffolgenden Jahrhundert wurde der größte Teil Brandenburg einverleibt und damit zu einem Teil Preußens.
1815 wurden die nördlichen Teile des historischen Brandenburgs, die Neumark (auf der Karte in grün) Pommern zugeschlagen und zwar zusammen mit einigen Teilen des früheren Königreichs Polen (auf der Karte in gelb), welche bereits von Brandenburg in der zweiten Hälfte des 17.Jh. (siehe Karte unten) übernommen worden waren. Die preußische Provinz Pommern war zu dieser Zeit deutsches Sprachgebiet und protestantischer Konfession. Ausgenommen hiervon waren lediglich die östlichsten Bezirke (die früher polnisch waren), in denen es noch eine polnisch sprechende Minderheit, die teilweise katholischer Konfession war, gab.
Diese Provinz blieb auch nach dem 1.Weltkrieg bei Deutschland. Im Jahre 1920 wurden lediglich kleinere Grenzveränderungen vorgenommen.
Nach dem 2.Weltkrieg wurde der überwiegende Teil Pommerns polnisch. Die deutschen Einwohner Pommerns flüchteten oder wurden vertrieben. Polen aus den polnischen Ostgebieten siedelten sich in Pommern an. Nur die westlichsten Bezirke blieben beim Nachkriegsdeutschland.
Die Karte zeigt Pommern am Beginn des 20.Jh. Es werden sowohl die deutschen wie die polnischen Namen der Städte aufgeführt.. Die farbigen Gebiete wurden oben erklärt. Die rosa Linie entspricht der Grenze nach dem 2.Weltkrieg zwischen Deutschland und Polen.
